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Asylbescheid Heiligenhafen: Blogger verbreiten falsche Informationen

Asylbescheid Heiligenhafen: Blogger verbreiten falsche Informationen
Bescheid der Stadt Heiligenhafen: Dieser Brief kursiert derzeit im Internet. (Quelle: Screenshot)

Eine neunköpfige Familie soll 4.000 Euro vom Amt für Soziale Hilfen in Heiligenhafen erhalten. Unbekannte veröffentlichen den Bescheid der Asylbewerber – und stellen falsche Behauptungen auf.

t-online.de NewsEin Bescheid für Asylbewerber aus der Stadt Heiligenhafen sorgt für Aufregung. Er ist für eine neunköpfige Familie bestimmt, private Daten darin wurden nicht geschwärzt. Die Familie soll laut dem Brief im Monat Februar 3.916,83 Euro Unterstützung erhalten. Unbekannte haben das Papier auf Whatsapp und in den sozialen Medien verteilt.

Der Bescheid ist aus dem Kontext gerissen. Ein Blogger aus Nürnberg behauptet in einem Facebook-Video, dass der Bescheid „zuzüglich“ der Kosten für Krankenversicherung, Wohnung oder Haus sei. Das sei „einfach nur noch irre“. Das Video wurde mehr als eine Million Mal angeklickt.

t-online.de liegt nun eine Kopie des Papiers vor, das der Blogger in der Hand hält. Darauf lässt sich nur erkennen, welcher Betrag der neunköpfigen Familie für den Monat Februar bewilligt wurde. Wie das Amt auf den Betrag von 3.916,83 Euro gekommen ist und ob er überhaupt an die Familie direkt ausgezahlt wurde, geht aus dem Papier nicht hervor.

Die Erläuterung der konkreten Berechnung der Sozialhilfe folgt in solchen Bescheiden auf den Seiten, die Weber nicht in die Kamera hält. Auch auf Whatsapp macht nur die erste Seite des Bescheids die Runde.

Beiträge schüren Sozialneid

Seit Jahren tauchen immer wieder solche Bescheide für Asylbewerber in den sozialen Medien auf. Oft sind es rechte Akteure, die sie verbreiten. Sie befeuern damit Sozialneid, behaupten, dass das Amt zusätzlich zum Bescheid die Kosten für Krankenversicherung, Wohn- oder Energiekosten bezahlt. Das ist unwahrscheinlich, da derlei Kosten in solchen Bescheiden enthalten sind. Größere Beträge zahlt das Amt oft direkt an Krankenkassen, Energieversorger oder Vermieter.

Sie wollen weiterlesen? Die Fortsetzung des Textes gibt es auf t-online.de.

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Autorin | Sarah Thust

Zuletzt aktualisiert | 19.07.2019

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