Zwölf Tage lang bin ich mit Fotograf Heiko Tremmel durch Nordfrankreich gereist. Auf unserem Weg haben wir zwei Reisereportagen geschrieben für das Buch „Frankreich – Wie wir es sehen“. Hier ist das Ergebnis:

Frankreich, wie wir es sehen


„Frankreich, wie wir es sehen“

Erschienen im Drachenmond-Verlag (26. Mai 2014)

16 Einheimische, Zugewanderte und Reisende erzählen von ihrer »Grande Nation« 

Autoren:
Thomas Bauer, Toni Tres, Hannelore Salinger, Christiane Dreher, Christian Schäfer, Jesn Rosteck, Rosalie Eberhardt, Natalie Arnold, Franca Pott, Sarah Thust, Heiko Tremmel, Irène Kuhn, Petra Hall, Emmanuel Faure, Katharina Frick, Philippe Loiseau, Erik Lorenz

Preis: EUR 14,90 // EUR 4,99

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Die Autorinnen und Autoren laden Sie ein, Frankreich neu zu entdecken. Jenseits gängiger Klischees präsentieren sie frische Perspektiven auf unser westliches Nachbarland.

Erfahren Sie, wie sich eine französische Kindheit anfühlt, wie es ist, ein Jahr in einem provenzalischen Dorf zu verbringen und wie man sich in Franzosen verliebt.

Lesen Sie, wie man als Unternehmerin im Land der starken Gewerkschaften zurechtkommt, warum Paris vielleicht doch nicht die »Hauptstadt der Liebe« ist und warum letztendlich alles auf die Frage hinausläuft: »Qu’est-ce qu’on mange?«, »Was essen wir?«.

Erleben Sie Frankreich aus der Sicht von Autorinnen und Autoren, die das Land ausgiebig bereist und hier eine Heimat gefunden haben.

Über Autorin Sarah Thust

Roma in Frankreich
Zu Besuch bei Familie Adonay in Lille. ©Heiko Tremmel

Sarah Thust, „Frankreich-Lexikon“ und Hobbypsychologin, geboren 1986, zieht das Leben dem Reisen vor. Migration, Verstehen, Sprechen – ohne das geht es nicht.

Journalistin im Kopf und Schriftstellerin im Herzen, arbeitete sie zwei Jahre lang in Kambodscha. Sie spricht Deutsch, Englisch, Französisch und Khmer. „Was brauchst Zettel und Stift? Benutze deinen Kopf!“, sagte ihr einer der Roma in Lille, und sie nahm es sich zu Herzen.

Eine Reportage über die Bretagne

Im Rahmen der Recherchen ist auch eine kurze Geschichte über die Bretagne entstanden, die der Verlag nicht veröffentlichen konnte. Hier ein Auszug:

Frankreich – Die Bretagne feiern

Lannion Bretagne
Lannion, Bretagne ©sth

Staunend glotzen wir auf die Tanzfläche als die Ska-Reggae-Band IMG loslegt. Wir stehen im Konzertsaal „Le Jardin Moderne“ in Rennes. Auf der Bühne begrüßt ein Franzose mit schulterlangen Rasta-Locken die Menge in einer uns fremden Sprache. Willkommen in der Bretagne!

Fest-Noz heißen die nächtlichen, volkstümlichen Tanzveranstaltungen in der Region. Für uns sieht das so aus: Hand in Hand laufen Menschen jeden Alters im Kreis durch den Konzertsaal – zum Klang von Skamusik. Hüpfende Schritte, vor, zurück, zur Seite – jeder kennt sie und die Stimmung kocht. Durch die Diskoscheinwerfer entsteht ein farbenfrohes Menschenmeer.

„Für uns in Sachsen ist das nicht so selbstverständlich,“ sage ich zu meinem Kollegen Heiko aus Rheinland-Pfalz. Er grinst und nickt.