Offenbar ist Weihnachten nicht nur die Zeit der Nächstenliebe. Auch das Suchwort Sex erreicht an den Feiertagen seinen Höhepunkt. Warum mehr Menschen als sonst entsprechende Wortkombinationen googlen, haben sich Wissenschaftler aus Amerika und Portugal genauer angesehen. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse am Donnerstag im Fachmagazin „Scientific Reports“.

Die Forschergruppe um Ian B. Wood von der Indiana University in Bloomington stellte sich unter anderem die Frage: Inwiefern beeinflusst unsere Kultur auch unser Interesse an Sex? Dafür mussten sie aber erst einmal das Interesse für Sex sichtbar machen.

Such-Trends und Geburtenraten könnten zusammenhängen

DrinkDabei könnte ein Blick auf die Suchanfragen auf Google helfen, dachten sich die Forscher. Für ihre Studie sahen sie sich die Such-Trends für den Begriff „Sex“ und die Geburtenraten in rund 130 Ländern genauer an. Auch Daten aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden nahmen sie sich vor.

Anhand der Daten konnten die Forscher erkennen, wann und wie häufig die Menschen zwischen 2004 und 2014 im Schnitt nach dem Begriff gesucht hatten. Das Ergebnis: An religiösen Feiertagen wird das Suchwort häufiger in die Suchmaschine eingegeben.

Höhepunkte sind vor allem religiöse Feiertage

In christlichen Ländern stiegen vor allem in der Woche um Weihnachten herum die Sex-Suchanfragen an, so die Forscher. Dazu passte auch der Anstieg der Anzahl der Babys, die jeweils rund neun Monate später auf die Welt kamen.

Ähnliche Trends konnten Wood und seine Kollegen auch in eher muslimisch geprägten Ländern entdecken. Dort landete das Wort „Sex“ besonders zum Fastenbrechen Eid al-Fitr im Browser. Das Fest wird jedes Jahr am Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert.

Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler: Die Suchanfragen auf Google verraten durchaus etwas über unser Sexleben.

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Autorin | Sarah Thust

Zuletzt aktualisiert | 22.12.2017

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