Vor diesen wilden Tieren musst du keine Angst haben. Menschen haben sie sich nur ausgedacht. Es geht um die Tiere am Himmel. „Unsere Vorfahren haben sich die Sterne am Himmel angeschaut und sie miteinander verbunden bis ein Bild entstand“, erklärt der Fachmann Harald Bardenhagen.

Die Bilder waren meist Dinge, die sie aus dem Alltag kannten. Oft waren das Tiere. Ein Löwe zum Beispiel oder ein Stier. Auch Sagen und mythische Geschichten wurden den Sternen am Himmel zugeschrieben. Daraus entstanden die Sternbilder. Solche Fantasie-Figuren hatten einen riesigen Vorteil: Endlich konnten sich die Menschen merken, wo welche Sterne lagen.

Sternzeichen
Die Erde kreist einmal im Jahr um die Sonne herum.

Doch der Sternenhimmel über uns verändert sich ständig. Man sagt auch: Die Sterne wandern über den Himmel. Doch eigentlich ist das falsch – nicht die Sterne wandern, sondern die Erde bewegt sich. Sie kreist einmal im Jahr um die Sonne herum. Außerdem dreht sie sich einmal am Tag um sich selbst. Von diesen Drehungen der Erde hängt ab, wann man welche Sternbilder am Himmel sehen kann.

Fachleute haben festgelegt, dass es insgesamt 88 Sternbilder am Himmel gibt. Nicht alle aber kannst du von Deutschland aus erkennen. Außerdem sieht man bei uns auf der Nordhalbkugel der Erde andere Sternbilder als zum Beispiel in Australien auf der Südhalbkugel. Manche Sternbilder sind bei uns am Himmel niemals zu sehen. Fachleute sprechen darum von einem Nordhimmel und einem Südhimmel.

Den Großen Wagen zum Beispiel sieht man nur auf der nördlichen Hälfte der Erde. Das Kreuz des Südens kann man dafür nur auf der Südhalbkugel beobachten. Auch sieht man nicht zu jeder Jahreszeit dieselben Bilder. Das Sternbild Adler etwa kannst du in Deutschland nur im Sommer sehen und den Stier nur im Winter.

Du kannst nun also am Abend schauen, ob du den Stier am Himmel entdeckst. Das Sternbild sieht ein wenig aus wie ein schlampig gekritzeltes X. Oder wie ein Strichmännchen ohne Kopf. Am besten ist jedoch, du guckst mit einem Teleskop nach oben – also einem besonderen Gerät, das dir die Himmelskörper vergrößert.

Gut ist auch, wenn du dir von Experten helfen lässt. Beides kannst du in einer Sternwarte machen. Wo du welche findest? Das siehst du zum Beispiel auf dieser Seite im Internet.

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Hintergrund: Riesige Gaskugeln im Weltall

Wir sehen Sterne als winzige Lichtpunkte am Himmel. In Wirklichkeit aber sind sie gigantische Gaskugeln. Sie bestehen hauptsächlich aus den Stoffen Wasserstoff und Helium. 

So ein Stern ist unfassbar heiß. Im Inneren der Sonne etwa herrschen rund 15 Millionen Grad! Das unterscheidet die Sterne von den kalten Planeten.

Und so leuchten sie: Die hohen Temperaturen verwandeln den Wasserstoff in Helium. «Dabei wird Energie freigesetzt», erklärt ein Fachmann. Das ist das Leuchten, das wir auf der Erde sehen.

Einer der größten Sterne, den man im Moment kennt, hat einen komplizierten Namen: VY Canis Majoris. Er ist mindestens tausendmal so groß wie unsere Sonne. Und noch viel heißer.

Extra: Was sind eigentlich Horoskope?

Vielleicht hat dich schon mal jemand nach deinem Sternzeichen gefragt. Vielleicht sogar mit einer Zeitung in der Hand, in der Horoskope standen.

Sternzeichen
Viele Horoskope haben Tiernamen – so wie die Sternzeichen.

Mit einem Horoskop versuchen Leute zum Beispiel, die Persönlichkeit eines Menschen, seine besonderen Fähigkeiten und seine Eigenschaften zu deuten. Und auch, die Zukunft vorherzusagen. Die Leute teilen die Menschen dabei in Sternzeichen ein. Diese wiederum sind danach bestimmt, wann der Mensch geboren wurde.

Horoskope gibt es schon seit sehr langer Zeit. Viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen glaubten, dass ihnen die Sterne am Himmel die Zukunft verraten. Noch heute gibt es Sterndeuter, die das versuchen. Man nennt sie auch Astrologen.

Die meisten Wissenschaftler glauben allerdings nicht, dass das funktioniert. Kritiker sagen beispielsweise: Viele Vorhersagen könnten für so ziemlich jeden Menschen gelten.

​Diese Wissenschaftler meinen, dass nur ein Stern unser Leben beeinflusst: die Sonne. «Ohne die Sonne wäre die Erde so eiskalt, dass niemand hier leben könnte», erklärt der Sternforscher Harald Bardenhagen. «Aber auch sie kann nicht die Zukunft vorhersagen.

Autorin | Sarah Thust

Zuletzt aktualisiert | 27.01.2017

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